Die Technik, nach der meine Nachtbilder entstanden, nennt sich Dynamic Range Increase, oder kurz "DRI". Dabei werden mehrere Bilder des Motivs aus der exakt gleichen Position aufgenommen und später im Computer zu einem einzigen Bild zusammen gesetzt. Voraussetzung dafür ist eine Digitalcamera, bei der sich sowohl die Belichtungszeit, als auch der Fokus und die Blende manuell einstellen lassen. Dass man den Blitz abschalten können muss, braucht ja nicht extra erwähnt zu werden. Ferner muss der Foto stabil auf einem Stativ sitzen, um bei den langen Belichtungszeiten nicht zu verwackeln. Im Internet wird an den entsprechenden Stellen und in den betreffenden Foren eine Spiegelreflex-Kamera empfohlen. Das ist sicher komfortabler, es geht aber auch mit einer "handelsüblichen" Kamera, die etwas besser ausgestattet ist, als die Billigangebote vom Lebensmittel-Discounter. Wichtig ist auf jeden Fall ein lichtstarkes Objektiv und die oben erwähnten Eigenschaften.
Meine Bilder entstanden mit einer einfachen Olympus C-765 UltraZoom, mit 4,0 Megapixel und 10fach optischem Zoom.

Wer genaueres zu der Technik erfahren will, sollte einfach mal z.B. bei Google "Dynamic Range Increase" eingeben und sich aus den über 27 Millionen Seiten (kein Spaß!) eine heraussuchen. Wem das Suchen zu mühsam ist, der sollte mal bei http://www.digicamfotos.de vorbei schauen. Dort gibt es tolle Bilder und auch eine kurze Erklärung im Bereich "Praxis-Tipps".

Hier noch einige Bilder und Erklärungen zu diesem Thema:

 

Dieses Bild entstand mit 15 Sekunden Belichtung.
Die Einzelheiten in der eigentlich total dunklen Umgebung sind sehr gut zu erkennen. Das indirekte Licht der reflektierenden Gebäude und Gegenstände sorgt bei dieser Belichtung für ausreichend Beleuchtung. Der Nachteil ist allerdings klar zu erkennen: Die direkten Lichtquellen überstrahlen total die Einzelheiten ihrer Umgebung. Somit ist das Bild unbrauchbar.

Um die Einzelheiten um die Lichtquellen, hier die Straßenlaterne, herum erkennen zu können, darf die Belichtung nicht länger als ca. eine halbe Sekunde dauern. Dies ist von Lichtquelle zu Lichtquelle verschieden und eigentlich nur durch Ausprobieren genau heraus zu bekommen.
So genau wie man jetzt aber die Einzelheiten erkennen kann, so wenig erkennt man im Vordergrund und an den Seiten. Hier ist alles nur zu erahnen. Das Bild wäre so also auch unbrauchbar.

   

Mit der Dynamic Range Increase - Technik (DRI) überlagert man nun mehrere Bilder und nimmt von jedem den optimalen Belichtungswert.
Man macht also mehrere Bilder mit unterschiedlich langen Belichtungszeiten, "pickt" sich quasi aus jedem Bild die optimalen Bereiche heraus und setzt diese zu einem einzigen Bild zusammen.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass alle Bilder aus exakt der gleichen Position gemacht werden. Ein Stoß gegen das Stativ, und die Arbeit beginnt von vorne.